FG bleibt FG

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FG oder MSN? Das war die Frage

Der Bürgerentscheid ist beendet und es bleibt alles wie es war, das alte und neue KFZ-Kennzeichen des Landkreises Mittelsachsen heißt FG. Das es knapp wird, damit war zu rechnen, dennoch ist es erstaunlich wie solch ein Thema die Wahlbeteiligung um 13% im Vergleich zum Bundesdurchschnitt steigern kann.

Und die haben die Lager der Initiatoren ProMSN und ProFG die Entscheidung aufgenommen?

ProMSN: Gewonnen und doch Verloren – Das fast unmögliche Ziel 72.000 Stimmen zu erreichen, haben wir geschafft. 74.741 MittelSachseN haben sich für ein gemeinsames Kennzeichen ausgesprochen. Das heist, ca. 90% des Altkreis Döbeln und 75% des Altkreis Mittweida wollten die gemeinsame Identität.

Ah ja, gewonnen also!? Interessante Interprettaion der Ergebnisse.

ProFG:  Und, wir haben nie daran gezweifelt: die Vernunft hat gesiegt! Unser gemeinsames Kennzeichen „FG“ bleibt erhalten! … Nun gilt es aufgerissene Gräben zuzuschütten und am Zusammenwachsen des Landkreises zu arbeiten. Der Kennzeichenstreit hat dem nicht gerade gedient.

Das sehe ich ähnlich, außer Spesen nix gewesen. Was hat die Diskussion bzw. der Streit jetzt gebracht? Ich meine außer den Stadtratsplätzen für die Initiatoren! Meiner Meinung nach haben hier einige Persönlichkeiten auf Kosten des Staates Wahlwerbung in eigener Sache betrieben und den Lokalpatriotismus der Bevölkerung ausgenutzt. Und wo ich schon bei Klagen bin, es gibt hier in der Umgebung nur eine große Tageszeitung, und für meine Begriffe sieht journalistische Distanz anderes aus.

Die gesamten Ergebnisse des Bürgerentscheides kann man beim Landkreis Mittelsachsen nachlesen.

PS: Am Samstag war bei mir im Briefkasten ein Flyer, der dazu aufforderte für MSN zu stimmen. An sich nichts schlimmes, nur leider fehlte die Angabe des ViSdP (Verantwortlicher im Sinne des Presserechts), ist nicht wirklich die feine „deutsche“ Art.

Update[21:11Uhr]: in den Kommentaren auf der ProMSN-Seite gibt es schon ein paar tolle Blütten die dieser Streit hervor bringt:

Nochwas ist mir absolut unverständlich das 25% sich aus dem ehemaligen Landkreis Mittweida gegen MSN ausgesprochen haben. Wie können sich diese Leute mit „FG“ identifizieren?? Mir unbegreiflich!!!! …

Klar, die Frage kann man stellen, Gründe kann man dann bei ProFG nachlesen

Unverständlich dieses Ergebniss und die Wertung weil 2 ehemalige Landkreise haben für MSN gestimmt und nur ein ehemaliger Landkreis dagegen. Es kann nicht sein das hier nach Anzahl der Einwohner gewertet wird. …

Aha, direkte Demokratie ist also nicht das was man will. Aber da ist ein Bürgerentscheid das falsche Mittel.

Die Wahl war nicht gerecht. Es war klar das Freiberg als größter Wahlkreis alle anderen überbietet.
Ich würde nach Anzahl der Wahlbezirke gehen. Wenn mehr als die Hälfte der Wahlbezirke für MSN sind, dann wirds auch MSN. Jetzt hat Freiberg mal wieder die Oberhand, weil die mehr Wöhlerstimmen haben. Einfach ungerecht!!!

Ich werde mich weigern ein FG-Kennzeichen an mein Fahrzeug anzubringnen!!!

Was gibt es den gerechteres als direkte Demokratie? Und man muss das KFZ-Kennzeichen nicht wechseln, nur bei Neuanmeldungen tritt die Regelung mit FG in Kraft.

eigenes Buch produzieren

In Zeiten des WWW ist auch das eigene Buch kein, kein Problem mehr. Für faule Leute empfiehlt sich personalnovel.de, hier lassen sich auf schnelle Weise Bücher mit personalisiertem Inhalt erstellen. Eine Liste mit weiteren Personalisierungsdiensten findet sich unter buecher.personalisiert.com.

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Aber es gibt auch einen anderen Weg, allen Hobbyschriftstellern, Fotografen, möchtegern Verlegern oder sonstige Autoren sei Lulu.com ans Herz gelegt.

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Flippress – Tastaturen drucken

Ich bin heute beim recherchieren über neue Shoppingkonzepte auf das StartUp Flippress gestoßen (via. Zwischendruch@ThomasBoersma)

und war gleich total begeistert, kurz zur Idee:

    Das Team um Till Haunschild hat sich vorgenommen den Tastaturmarkt aufzurütteln. Sie wollen vom Kunden gestaltete Papiertastaturen anbieten. Das soll dann so funktionieren, der Kunde gestaltet ein Design und eine Tastenbelegung und Flippress liefert die Papiertastatur. Das Ganze beruht auf der Technik des Polymerdruck von printedsystems.de.

Sieht so aus als hätte Prof. Hübler wirklich einen Abnehmer für die gedruckte Tastatur gefunden und sogar abseits eines SpinOffs. Als ich mehr über die Idee und das Vorgehen (super dokumentiert im Flippress-Blog) gelesen hatte fühlte ich mich in die Zeit der Ideenfindung für Medientechnik und Medienunternehmungen (Lehrveranstaltungen bei Prof. Hübler, bei denen es darum ging Geschäftsideen mit Fokus auf Medien zu entwickeln) erinnert. Mir ist so als hätte so was ähnliches auch in unserer Ideensammlung gestanden. Natürlich noch nicht so durchdacht ;-) Allerdings wäre das Konzept von Flippress beim Prof. gescheitert, da es doch sehr nah an der reinen Dienstleistung ist und ausgerechnet in unserem Jahr keine Dienstleistungskonzepte genehmigt wurden. Nichtsdestotrotz finde ich die Idee nicht schlecht, allerdings kann man wohl nur über die Masse richtig Geld verdienen (also finanzstarke Partner suchen). Ich werde versuchen Flippress einmal im Auge zu behalten, gerade weil der Blog sehr viel Transparenz verspricht.

Was ich aber an der Kooperation mit Printetsystems so interessant finde, es ist nun schon das zweite Unternehmen was Produkte bzw. Ideen von Printedsystems vertreibt, es sei hier noch Memippos erwähnt. Müsste also doch Laufen bei Prof. Hüblers Firma, auch wenn es hin und wieder Gerüchte gibt die anders lauten.